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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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Kaplanova 274/1 (Stránice) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Barvičova (TROL 35,39)

Marie Pujmanové (TROL 38)

GPS: 49°12'3.188"N, 16°34'28.525"E

 

Architekt

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In der Mitte der 30er Jahre, als sich die Bauentwicklung des Masaryk-Viertels in seinem westlichen Teil in der Nähe des Wilsonův les abspielte, entstand auch der Bebauungsplan der Kolonie Pod Vodojemem (Unter dem Wasserturm). Jindřich Kumpošt hatte ihn für die Gemeinnützige Wohngenossenschaft der Angestellten der Mährischen Agrar- und Hypothekenbank entwickelt. Das städtebäuliche Konzept der Kolonie wird durch das abhängige Terrain bestimmt und die Straßen werden dementsprechend entlang den Höhenlinien geführt. Die einzelnen Häuser in den Straßen Rezkova und Kaplanova entstanden nach den Entwürfen der Architekten Evžen Škarda, František Kalivoda, Jiří Kroha, Mojmír Kyselka, Jaroslav Grunt und Jindřich Kumpošt.
Die Villa in der Kaplanova Straße 1 gab Ivo Váňa Psota, weltberühmter Tänzer und Choreograf (1908–52) in Auftrag, der im Jahre 1926 zum Solisten und anschliessend zum Chef des Brünner Balletts ernannt wurde. Danach wirkte er im russischen Ballett in Monte Carlo und nach der Flucht nach Amerika wurde ihm während des Krieges die Leitung des Balletts der Metropolitan Opera in New York anvertraut. Nach dem Krieg kehrte er nach Brünn zurück, arbeitet als Pädagoge am Konservatorium und gründete die Tanzabteilung an der Hochschule der musischen Künste in Bratislava.
Der zu dieser Zeit noch nicht fertig studierte Architekt František Kalivoda entwarf die Villa für den damals achtundzwanzigjährigen Psota. Das zweistöckige Haus auf einem einfachen länglichen Grundriss ist das Reihenendhaus und seine Raumanordnung ist an das abhängige Terrain angepasst. Von der Straße tritt man also direkt in den ersten Stock ein, der genauso wie das Souterrain durch den Flur in zwei Trakte eingeteilt wurde: in den zum Süden in den Garten orientierten Wohntrakt (Schlafzimmer, Wohnzimmer und Esszimmer) und den Bedienstetentrakt, der zur Straße führte (Küche, Speisekammer, Dienstmächenzimmer usw.). Die derzeitige Gestalt des Hauses ist allerdings durch einen umfassenden Zubau im Garten verändert.

 

 

Literatur

 

 

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