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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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Lipová 246,247/39,41 (Pisárky) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Lipová (TROL 25, 26, 37,52)

Lipová (TRAM 1,2,3,5,6,8,9,10,12 )

Pavlíkova (BUS 68)

GPS: 49°11'38.689"N, 16°34'40.577"E

 

Architekt

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Das Doppelhaus in der Lipová Straße entwarf Otto Eisler im Jahre 1926 für dr. Viktor Kraus und Eugen Link. Als einer der wenigen tschechischen Bauten der Zwischenkriegszeit wurde das Haus 1932 in der Ausstellung The International Style. Architecture since 1922 von Philipp Johnson und Henry-Russell Hitchcock im New Yorker MoMA vorgestellt. Die Ausstellung und der Begleitkatalog sollten das amerikanische Publikum mit dem sich neu formierenden modernen europäischen Architekturstil bekannt machen.
Das symmetrisch konzipierte Doppelhaus ist auf einem Längsgrundriss errichtet und den Baukörper bildet ein einfacher Quader. Das, was den Bau im Hinblick auf das damalige modernistische Denken in der Architektur interessant macht, ist zweifellos die schlichte, puristische Vorderseite, die auf eine subtile Treppe mit zwei Eingängen und auf symmetrisch angebrachte Schlafzimmerfenster im ersten Stock reduziert ist. Im erhöhten Souterrain wurden eine Garage und Technikanlagen untergebracht, der Hauptwohnraum wurde auf Parterre und ersten Stock verteilt. Für jede Wohneinheit wurde die Raumaufteilung individuell auf Wunsch der Besitzer gestaltet. Im Parterre befanden sich immer eine geräumige Eingangshalle mit einer Treppe nach oben, ein Wohnzimmer und ein Esszimmer. Im rechts gelegenen Haus wurde ins Parterre zusätzlich noch eine Küche platziert, die im zweiten Haus wahrscheinlich im Souterrain untergebracht war. Im ersten Stock befanden sich in beiden Häusern jeweils drei Schlafzimmer und ein Zimmer für das Dienst- oder Kindermädchen.
Die reduzierte nördliche Straßenfassade, die nur ein Minimum an Fenstern durchbricht, wie auch die Nichteinhaltung der streng symmetrischen Grundrisse, erinnern an die kompakten kubischen Baukörper von Adolf Loos. Heutzutage wirkt dieser minimalistische Effekt jedoch nicht mehr. Mit den neuen Besitzern kam es zu einer farblichen Teilung der Häuserfassaden und zu weiteren architektonischen Eingriffen in den Bau.

Literatur

 

 

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