.

Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

Zurück

Poštovská 657,450,455,454/4,6,8,10, Jánská 454/11 (Město Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Zelný trh (TRAM 4,8,9)

Hlavní nádraží (TRAM 1, 2, 4, 8, 9,10, 12)

GPS: 49°11'41.435"N, 16°36'35.856"E

 

Architekten

Audio Aufnahme

MP3 herunterladen
Neueste Version des Flash Players herunterladen

Objekttyp

Fotogalerie

Text

Der multifunktionale Komplex Alpha-Palast entstand an der Stelle baroker Adelshäuser der Mitrovskys und des Barons von Fryenfels in der heutigen Straße Poštovská. Im Jahr 1930 kaufte der Brünner Bauunternehmer František Hrdina das Gelände von dem damaligen Eigentümer und ließ die Reste der verfallenen Objekte abreißen. Für die Erstellung eines Entwurfs für ein großzügig konzipiertes Wohnhaus mit Geschäftspassage und Kino wandte er sich an den Architekten Bohuslav Fuchs. Dessen Entwurf umfasste einen Eckturm, Opaxitverkleidung und eine markante horizontale Gliederung des Gebäudes mit Fensterbändern. Das Projekt von Fuchs wurde jedoch von František Hrdinas Technischem Büro weiter überarbeitet. Dem Bauherren schien offensichtlich der Gedanke des ersten Brünner Hochhauses nach zeitgenössischen amerikanischem Vorbild zu gefallen. Der Eckturm wurde so um 14 Geschosse erhöht. Wegen der strengen Bauauflagen und der komplizierten statischen Sicherung des Gebäudes wurde am Ende eine gemäßigtere neungeschossige Variante realisiert. Der Bau des Palastes erfolgte in mehreren Etappen bis zum Jahr 1937. Aber bereits am 28. Februar 1932 wurde mit der Vorführung des Films „Der weiße Rausch“ das Souterrain-Kino Alpha eröffnet.
Der achtgeschossige Alpha-Palast befindet sich an der Straßenecke Jánská und Poštovská und mit seiner Passage schließt er an die zum Platz náměstí Svobody orientierten Objekte an. Er wird aus einer eingeschossigen Geschäftshalle mit Galerie gebildet, die mit einer verglasten Decke überdacht ist, an die in den höher gelegenen Geschossen die Wohnflügel mit drei Höfen anschließen. Geschäftsräume sind an der Fassade im Erdgeschoss und auf dem ersten Geschoss durch große Auslagen zu erkennen. Die letzten zurückgesetzten Geschosse bilden zur Straße Poštovská und Jánská orientierte Terrassen. Von der Passage führen acht Eingänge zu etwa 180 Wohnungen unterschiedlicher Größe, die zentralgeheizt und mit Aufzügen erreichbar sind. Im Souterrain befand sich ursprünglich das Kino Alpha mit 800 Plätzen und die Tanzbar Metro-Hall. In der Zwischenetage der Galerie befand sich ein geräumiges Café, zu dem, nach den Entwürfen von Fuchs, auch ein Billard- und Schachraum sowie ein Klubraum gehören sollten. Die finale Innengestaltung des Kinos und des Cafés sind dem Architekten Nobert Troller zuzuschreiben. Heute hat in den Räumen des Kinos Alpha, das bis 2003 in Betrieb war, das Brünner HaDivadlo seinen Sitz. Am Ort des ursprünglichen Cafés befinden sich Geschäftsräume. In den Räumen des Souterrainbereichs, die von der Straße Poštovská aus zugänglich sind, ist der Betrieb des Musikclubs Metro Music wieder aufgenommen worden.

Literatur

 

 

Rozšířené vyhledávání