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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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náměstí Svobody 92/21, Veselá 92/4,4a,4b (Město Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Náměstí Svobody (TRAM 4)

Česká (TRAM 4, 5, 6, 9)

Česká (TRAM 3, 11, 12, 13)

GPS: 49°11'42.215"N, 16°36'26.568"E

 

Architekten

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1928 gab die Mährische Bank den Anstoß zur Entstehung des Gebäudes, das bis heute die Gestalt des Brünner Platzes náměstí Svobody deutlich prägt. An dem ausgelobten Architektenwettbewerb nahmen die Architekten Bohuslav Fuchs, Miloslav Kopřiva, Emil Králík, Jaroslav Syřiště, Jaroslav Stockar-Bernkopf, Jan Víšek und Ernst Wiesner teil. Den endgültigen Entwurf für den Ort des früheren Kounic-Palasts arbeiteten nach Entscheidung Wettbewerbsjury die Architekten Ernst Wiesner und Bohuslav Fuchs aus. Die Projektierung des Gebäudes fand hauptsächlich im Atelier von Fuchs statt, erst die detaillierte Ausarbeitung erfolgte im Büro von Wiesner.
Das Gebäude der Mährischen Bank ist insbesondere von konstruktioneller Seite aus einzigartig. Beide Straßenfassaden (zum Platz nám. Svobody und zur Straße Veselá) sind an vorstehenden Deckenplatten aufgehängt und damit sind die tragenden Pfeiler des Stahlbetonskeletts in das Interieur verlagert. Ergebnis ist eine luftige Fassade, die lediglich durch die Vertikale des hängenden Systems und die Horizontale der Opaxitfensterplatten gegliedert ist. Die zentrale Halle mit Schaltern ist im ersten Obergeschoss platziert und mit Glasbausteinen überdacht. Die Eingangshalle mit Treppenhaus und Stahlbetonpfeilern in den Innenräumen ist mit weißem Marmor ausgekleidet. Die ursprünglich eleganten Bankschalter und auch die Mehrheit der Innenausstattung blieben allerdings nicht erhalten.
Das Bankgebäude, das bis heute seinem ursprünglichem Zweck dient, wurde dank seiner Geschäftspassagen und Restaurants Bestandteil des öffentlichen Lebens des zentralen Brünner Platzes. In den letzten zwei Geschossen befinden sich noch geräumige Wohnungen, deren Vorhandensein die zurückgesetzten Terrassen der höher gelegenen Geschossen andeuten. Der Bau der multifunktional konzipierten Verwaltungsgebäude wurde durch den Staat finanziell unterstützt. Er stellte nämlich eine Lösung für die damalige angespannte Wohnungssituation dar und deren allseitige Nutzung trug auch zur Bereicherung des gesellschaftlichen Geschehens direkt im Stadtzentrum bei.

 

 

Literatur

 

 

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