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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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C099

BÖHMISCHE UNION-BANK (HEUTE TSCHECHISCHER RUNDFUNK) 1921 - 1925

 

Beethovenova 25/4 (Město Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Náměstí Svobody (TRAM 4)

Malinovského náměstí (TRAM 1)

Malinovského náměstí (TRAM 2, 4, 9)

Malinovského náměstí (BUS 67)

GPS: 49°11'47.387"N, 16°36'37.66"E

 

Architekt

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In der nach dem ehemaligen Jesuitenkloster in der Straße Beethovena verbliebenen Baulücke entstand in den Jahren 1921-25 das Gebäude der Brünner Filiale der Böhmischen Union-Bank. Die vertikale, zur Straße zeigende Gebäudefassade, die durch ein durchgehendes Treppenhausfenster betont wird, ist ein ebenbürtiger Partner des gewaltigen Turms der benachbarten Jesuitenkirche, auf den auch durch den markanten, zwei Stockwerke umfassenden Quersockel optisch Bezug genommen wird.
Wie beim Gebäude der Mährischen Landeslebensversicherungsanstalt in der Straße Mozartova, mit dem es eine Einheit bildet, wird auch hier auf einen monumentalen, repräsentativen Eindruck, eine detaillierte Durchgestaltung und die Auswahl von hochwertigen Materialien geachtet. Die durch die tiefe Leibung des Haupteingangs und die Achse der dreiteiligen Fenster gebildete Symmetrie der Fassade wird durch das zurückgesetzte Geschoss mit Dachgarten (heute bereits nicht mehr erhalten) unterbrochen. Diese begeisterte auch Le Corubusier, der Brünn im Rahmen einer vom Architektenklub 1925 veranstalteten Vortragsreihe besuchte.
Der Einsatz eines Stahlbetonskeletts ermöglicht eine deutliche Variabilität der Disposition. Das Erdgeschoss wurde für eine monumentale, repräsentative Halle mit marmorverkleideten Schaltern genutzt. Im Souterrain befanden sich das Archiv und die Tresore. In den einzelnen Geschossen entstanden unterschiedlich große Büros für Beamte. Der komplizierte Betriebsablauf wurde vertikal durch einen Aufzug und mehrere Treppenaufgänge gewährleistet, von denen der rechts von der Eingangshalle befindliche Treppenaufgang durch seine rundliche Form und der eleganten Geländerführung hervorsticht. Der Lichteinfall wurde über das Oberlicht gewährleistet, das bis zum zweiten Obergeschoss des Gebäudes führte. Im Gebäude hatte ab 1950 der Tschechische Rundfunk Brünn seinen Sitz, der die Innenräume deutlich an die eigenen Zwecke anpasste. In den Eingangsräumen wurden niedrige Deckenverkleidungen installiert, die ursprüngliche Halle mit Schaltern und Stahlbetonpfeilern wurde in einzelne Aufnahmestudios geteilte.

 

Literatur

 

 

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