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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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C111

ANBAU DER POLIZEIDIREKTION 1924 - 1927

 

Orlí 655/30, Novobranská 655/7 (Město Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Malinovského náměstí (TRAM 2, 4,11)

Malinovského náměstí (TRAM 1,2,4,8,9,10)

Malinovského náměstí (BUS 67)

Koliště (BUS 82)

GPS: 49°11'39.56"N, 16°36'48.349"E

 

Architekten

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In der ersten Hälfte der 1920er mussten für zahlreiche neu entstandene oder modernisierte Institutionen der jungen Tschechoslowakei ein Sitz gefunden bzw. errichtet werden. Die Errichtung und die Adaption von Gebäuden für diese Zwecke wurden in Brünn von der politischen Landesverwaltung sichergestellt, die auch die Schirmherrschaft über den Bau der neuen Polizeidirektion in der Straße Orlí übernahm. Der Entwurf des Gebäudes, dessen kompakte Fassade den sehr komplizierten Betrieb verdeckte, wurde von Mitarbeitern des Büros für Bautätigkeit erstellt, und zwar von den Architekten Jaroslav Grunt und Josef Adolf Šálek, die ziemlich komplizierten Vorgaben Genüge tun mussten.
An der Ecke der heutigen Straßen Orlí und Benešova wurden ältere Häuser, die einen zusammenhängenden Block bildeten, abgerissen, von diesem Block ist nur das zur Straße Benešova orientierte Kaufhaus Ripka von den Architekten Prokop und Augener aus dem Jahre 1887 erhalten geblieben. Das neue sechsgeschoßige Gebäude der Direktion knüpft straßenmäßig an dieses an und schließt mit einer Kurve der Fassade den ganzen Block zur Straße Novobranská hin ab. Hinter der glatten, ja geradezu puristisch anmutenden Fassade verbergen sich drei Flügel mit je zwei Trakten auf einem Grundriss in der Form eines A mit zwei Innenhöfen. Durch die zwei Haupteingänge, die symmetrisch im Eck gelegen sind, betritt man das Treppenhausfoyer mit marmorverkleideten Säulen, wo sich die Zugänge zu den anschließenden Flügeln befinden. Diese umfassten Räumlichkeiten des Meldeamtes, der Passabteilung, Zellen für vorübergehende Festnahmen, die Presseabteilung, Registraturen, die Büros der Beamten, eine Kaserne, die Arbeitsräume des Vizedirektors sowie weitere polizeiliche Amtsstellen. Die Fassade des Hauses ist traditionell durch einen hohen Steinsockel geteilt, dessen Eckpfeiler die horizontale Linie der Fensterreihen ausgleichen. Das einzige plastische Element der Fassade waren die zwei länglichen Staatswappen des Bildhauers Josef Kubíček, die sich an den Eingängen befanden, aber nicht erhalten geblieben sind.

 

Literatur

 

 

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