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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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Kobližná 545/28, Divadelní 545/2 (Město Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Malinovského náměstí (TRAM 1)

Malinovského náměstí (TRAM 2, 4, 11)

GPS: 49.19513N, 16.61344E

 

Architekt

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Das heute nicht mehr bestehende Café Opera (Oper) an der Ecke Kobližná und Divadelní ulice aus dem Jahre 1930 war neben dem Café Savoy ein weiteres außerordentliches architektonisches Werk von Kumpošt. Die Modernisierung des Vorläufers, des Cafés Stadt-Theater des Kaffeehausbesitzers Augustin Jäger, war von seiner Witwe Anna Jäger initiiert worden.
Wie beim Café Savoy wurde auch hier aufgrund der Beseitigung der tragenden Mauern und der Verwendung einer Stahl- und Eisenbetonkonstruktion der Raum des Erdgeschoßes freigemacht. Weitere Räumlichkeiten entstanden durch den Anbau eines zweigeschoßigen Flügels in den Innenblock, wo sich auch ein Casino im Souterrain befand. Der Haupteingang mit einer Drehtür war ganz am Rande der Parzelle von der Straße Kobližná zu finden. Das Interieur des Cafés erstreckte sich auf mehreren verschiedenen Ebenen, die mit kurzen ausgleichenden Treppen miteinander verbunden waren, wodurch sich interessante Durchsichten zwischen den einzelnen Teilen ergaben. Die Innenausstattung erfolgte weniger ausladend als im Falle des luxuriösen Cafés Savoy und entsprach somit eher der Ästhetik des Funktionalismus. In diesem Geiste wurden ein vorgefertigtes Flechtgeländer aus Stahl im Zwischenstock und quadratische Glasbausteine in der Unterdecke des Zubaus mit Obergeschoß verwendet.
Vom ursprünglichen Interieur oder vom adaptierten Außenpaterre ist fast nichts erhalten geblieben. Nach 1989 entstand in den Räumlichkeiten des Cafés ein Autosalon, seit 1997 hat hier eine Bank ihren Sitz. Für ihre Zwecke wurden das Innere und die Fassade des Erdgeschoßes im pseudohistorisierenden Geist umgebaut. Die großen Räumlichkeiten wurden durch Trennwände getrennt und die Konstruktionselemente durch Unterdecken verdeckt. Die Stahlsäulen, die auf Fotografien aus der Entstehungszeit noch zu erkennen sind, sind nun mit Spiegeln verkleidet. Von der verwendeten Eisenkonstruktion zeugen heute nur die Konsolen, die den Außenerker im Eck des ersten Stockes stützen. Die Fassade des Erdgeschoßes erhielt wieder eine historisierende Bossage, von der fortschrittlichen architektonischen Lösung von Jindřich Kompošt ist heute somit keine Spur mehr zu sehen.

 

 

Literatur

 

 

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