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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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Mendlovo náměstí 149,616,617,618/16-19 (Staré Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Mendlovo náměstí (TRAM 2, 5, 6)

Mendlovo náměstí (TRAM 1)

Mendlovo náměstí (BUS 52, TROL 37)

Mendlovo náměstí (BUS 44, 82, TROL 25, 26, 35)

GPS: 49°11'25.309"N, 16°35'38.711"E

 

Architekten

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Objekttyp

 

MIETSHAUS

 

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Text

Die Mietshäuser des Baumeisters Václav Dvořák, die in der Mitte des heutigen Mendelsplatzes stehen, stellen den Torso eines Häuserblocks dar, der den urbanistischen Kern des ältesten Teils der Stadt Brünn ausmacht. In Richtung des Augustinerklosters mit der Basilika Mariä Himmelfahrt begrenzte der Häuserblock die Klosterstraße, an die der damalige Mendelsplatz mit seiner parkartigen Gestaltung anschloss – dort, wo sich heute die Straßenbahnschleife befindet. Dvořáks Häuser entstanden offensichtlich anstelle einer historistischen Verbauung und in ihrer unmittelbaren Nähe floss der Svratka-Kanal (Schwarzakanal), an dessen gegenüberliegendem Ufer sich das Barockgebäude des Altbrünner Rathauses befand.
Die erhaltenen Mietshäuser sind ein typisches Beispiel für den Wohnungsbau der Zwischenkriegszeit, bei dem auf die Benutzung von Materialien mit hoher Qualität und die Ausführung von Details geachtet wurde. Zu letzteren gehören auch die vorstehenden Fensterrahmen, deren Anstrich mit dem hellen Verputz der glatten Fassade kontrastierte. Auf interessante Weise wurde auch die Ecke mit den Balkonen und Eckfenstern zur ehemaligen Klosterstraße hin gestaltet; das freie von Säulen gestützte Parterre mit Geschäften erfüllte auch die Funktion eines Straßenbahn-Warteraums. Im Rahmen der Modernisierung Brünns in den 60er Jahren wurde nach einem Entwurf des Architekten František Kočí auch eine Umgestaltung des Mendelsplatzes vorgenommen, was auch in großem Umfang den Abriss historischer Gebäude einschließlich des barocken Rathauses mit sich brachte. Aufgrund vernachlässigter statischer Mängel, die nach der Zuschüttung des Kanals entstanden, droht zur Zeit auch der Abriss des Hauses Nr. 16 von Václav Dvořák.

 

 

Literatur

 

 

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