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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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Šmejkalova 1000/142 (Žabovřesky) Brno Žabovřesky

Öffentlicher Verkehr: Bráfova (TRAM 1)

Burianovo náměstí (TRAM 3, 11)

GPS: 49°12'21.606"N, 16°34'18.408"E

 

Architekt

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Eines der wenigen freistehenden Einfamilienhäuser in der Kolonie „Neues Haus“ ist das Gebäude von Jiří Kroha an der Ecke der Straßen Drnovická und Šmejkalova. Im Unterschied zu den anderen Objekten, deren Bauprogramm von der Anforderung ausging, erschwinglichen Wohnraum für die mittlere Gesellschaftsschicht zu schaffen, gehört Krohas Gebäude eher zu den Beispielen des Villenbaus der Zwischenkriegszeit.
Der kubische dreistöckige Bau wurde durch eine Reihe interessanter Details belebt. An der Straßenfassade befand sich eine Eckterrasse, die vom dynamischen Bogen einer Stahlkonstruktion umrahmt war, und das quadratische gerasterte Fenster eines Wintergartens. Einen Eingriff in die geschlossene Massivität des Objektes stellte auch die Terrasse im zweiten Stock der seitlichen Fassade dar, die im Unterschied zu den offenen Dachterrassen der meisten Häuser der Kolonie einen intimen dem Wilson-Wald zugewandten Außenraum bildete. Die Haustechnik und die Nebenräume befinden sich im teilweise freien, von Säulen gestützten Erdgeschoss, da hier aufgrund des schlechten Untergrundes eine Unterkellerung sehr kostspielig gewesen wäre. Im ersten Stock befand sich ein großer Wohnraum, dessen Essbereich durch eine Durchreiche mit der Küche verbunden war. An diesen offenen Raum schlossen die Terrasse und der Wintergarten an, die der Drnovická-Straße zugewandt waren. In der Nähe der Küche befanden sich ein Zimmer für die Hausangestellte und die Tür zu einer Außentreppe, die in den Garten führte. Im zweiten Stock waren drei Schlafzimmer und ein Spielzimmer für Kinder untergebracht sowie die bereits erwähnte Terrasse, auf die man über das Treppenhaus und das Badezimmer gelangte.
Krohas Haus gehört heute zu den am meisten veränderten Objekten der Kolonie. An der Ecke zur Straße Drnovická wurde ein massiver abgerundeter Risalit mit einer Loggia im zweiten Stock und einer länglichen Terrasse auf dem Niveau des ersten Stockes angebaut. Das freie Erdgeschoss ist verbaut, ebenso die einzigartige Terrasse, die ursprünglich im zweiten Stock aus der seitlichen, dem Wilson-Wald zugewandten Fassade ausgeschnitten war.

 

 

Literatur

 

 

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