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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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Cihlářská 604/21 (Město Brno) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Antonínská (TRAM 1, 2, 4, 6, 8, 10)

Sušilova (TROL 32, 34 36)

Grohova (TRAM 3, 11, 12)

GPS: 49°12'17.019"N, 16°36'9.715"E

 

Architekt

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Text

Die Idee des Baus eines Schülerheims mit Internat, Mensa und Kulturzentrum entstand in Brünn bereits Anfang der 20er Jahre; erst im Jahre 1927 wurde jedoch ein architektonischer Wettbewerb ausgeschrieben, den der Architekt Bohuslav Fuchs gewann. Mit dem Bau selbst wurde erst begonnen, als es im Jahre 1929 gelang ein Grundstück an der Ecke der Straßen Cihlářská und Botanická zu erwerben; ein Jahr später zogen die ersten Schüler in ihr neues Heim ein.
Die Komposition der Elemente des auf einer Grünfläche freistehenden Objekts beruht auf dem Kontrast zweier Quader, die als Gebäudeflügel durch einen Verbindungstrakt miteinander verbunden sind. Die Stirnseite wird von einem markanten Vordach über dem Eingang unter der leeren Fassade des erhöhten Tanzsaales dominiert. Die beiden Flügel hatten unterschiedliche Funktion: der horizontal angelegte Eingangsquader mit den großen Fenstern an der Stirnseite diente den Schülern als multifunktionaler Trakt. Im Erdgeschoss befanden sich eine Küche, ein großer Speisesaal der Mensa und ein kleinerer Speisesaal des Internats, die zusammen 300 Personen aufnehmen konnten. Im ersten Stock waren drei kleinere Klubräume und ein Lesesaal untergebracht. Das oberste Geschoss bestand aus einer Terrasse, die für sportliche Aktivitäten bestimmt war, und einem Tanzsaal mit Buffet und den notwendigen Toiletten. Der zweite vertikal konzipierte mehrgeschossige Flügel mit Balkonen war für die Internatsräume bestimmt. Das Erdgeschoss war einer Klinik, Büroräumen, Personalwohnungen und der Gebäudeverwaltung vorbehalten, die weiteren vier Stockwerke mit identischem Grundriss enthielten jeweils drei Lernzimmer, vier Schlafsäle mit zehn Betten sowie ein Zimmer für einen Pädagogen. Alle Geschosse waren mit gemeinsamen Waschräumen mit Duschen und Toiletten ausgestattet.
Dieses Konzept gemeinschaftlichen Wohnraums für Schüler, das in der Zeit der Entstehung des Internats für die Avantgarde-Architekten aktuell war, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb kam es im Innenraum zu zahlreichen Umbauten, die Gesamtgestalt des Gebäudes und die Struktur der Fassaden sind jedoch in authentischem Zustand erhalten geblieben.

 

LV

Literatur

 

 

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