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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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C243

PENSIONSVERSICHERUNGS- -INSTUTUT 1930 - 1932

 

Burešova 571/20 (Veveří) Brno Střed

Öffentlicher Verkehr: Sušilova (TROL 32, 34, 36)

Pionýrská (TRAM 1,2,4, 6, 8,9,10)

Pionýrská (TROL 25, 26,38,39)

Zahradníkova (TROL 32)

GPS: 49°12'18.701"N, 16°36'7.906"E

 

Architekt

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Text

Nördlich vom Stadtzentrum, in der Nähe des Parks Lužánky (Augarten), breitete sich bis zum Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts ein Industriegebiet mit einer Reihe von Produktionsstätten und Fabrikkomplexen aus. Einer davon war die Maschinenfabrik Brand&L'Huillier, deren Gebäude den unteren Teil der Kotlářská-Straße bildeten. Der Betrieb spezialisierte sich auf die Herstellung von Zuckerproduktions- und Kühlanlagen, Dampfkessel und Kompressoren; im Jahre 1923 kam es jedoch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zu einer Fusion mit der wirtschaftlich stärkeren Ersten Brünner Maschinenfabrik. Vom Komplex in der Kotlářská-Straße übersiedelte der Betrieb schrittweise an einen anderen Ort, und Ende der 20er Jahre wurden die ehemaligen Grundstücke der Gesellschaft von Brünner Bauunternehmern zum Zwecke des Baus von Mietshäusern angekauft. Einen Teil des Grundstückes in der heutigen Burešova-Straße kaufte das Allgemeine Pensionsversicherungsinstitut mit dem Ziel, hier ihr Verwaltungsgebäude zu errichten. Aus diesem Grund schrieb sie einen architektonischen Wettbewerb aus, in dem vor den modernistischen Projekten von Jiří Kroha, Bohuslav Fuchs, Ernst Wiesner und anderen der traditionellere Entwurf des Professors der Tschechischen technischen Hochschule Emil Králík gewann.
Das sechsgeschossige Gebäude schließt den Häuserblock zwischen den Straßen Bayerova und Botanická ab, und seine monumentale Fassade stellt einen dominanten Gegenpol zum Masaryk-Schüllerheim von Bohuslav Fuchs dar. Emil Králík mit seinen architektonischen Wurzeln in der Wiener Moderne und dem Neoklassizismus gliederte die Stirnseite in einen Sockel im Erdgeschoss, einen umrahmten Teil mit einem Raster von Fenstern und eine mit Blech verkleidete Attika, die ein Kranzgesims ersetzt. Ein zentral positionierter verglaster Eingang mit einem kleinen Vordach verlieh der symmetrischen Gesamtkonzeption des Gebäudes ihre endgültige Form.
Ab den 60er Jahren diente das Gebäude als Sekretariat des Kreis-Ausschusses der KSČ (Komunistická strana Československa – Kommunistische Partei der Tschechoslowakei – Anm. des Übersetzers), für dessen Bedürfnisse im Jahre 1986 nach einem Entwurf von Milan Steinhauser eine Aufstockung des Daches durchgeführt und im Innenhof ein Kongresssaal angebaut wurde. Nach dem Revolutionsjahr 1989 waren im Objekt kurzzeitig das Rektorat und das Institut für Computertechnik der Masaryk-Universität untergebracht, und seit dem Jahre 1993 dient es als Sitz des Obersten Gerichtes der Tschechischen Republik.

PH

 

 

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