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Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

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C294

MIETSHÄUSER DER GENOSSENSCHAFTEN STAVOG UND BLAHOBYT (WOHLSTAND) 1927 - 1932

 

Kounicova 632-510 /89-93 , Pod Kaštany 2308-2307/26-30 (Žabovřesky) Brno Žabovřesky

Öffentlicher Verkehr: Klusáčkova (TRAM 3, 9, 11, 12 TROL 34, 36)

Tábor (TRAM 3, 11)

GPS: 49°12'46.831"N, 16°35'30.959"E

 

Architekt

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MIETSHAUS

 

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Text

Anfang der 30er Jahre herrschte in Brünn eine rege Bautätigkeit. Nördlich vom Stadtring wuchsen dank der Aktivitäten einer Reihe von Baufirmen neue Straßen mit großstädtischem Charakter; diese verbanden die eigentliche Stadt mit den anliegenden Dörfern, die im Jahre 1918 in das sogenannte Großbrünn eingegliedert worden waren. Die urbanistische Konzeption dieses Stadtteils beruhte auf einer Blockverbauung mit Innenhöfen und kommerziell nutzbaren Erdgeschossen mit einer breiten Skala von Dienstleistungen.
Am Beginn der 30er Jahre wurde auch der Architekt Jindřich Kumpošt von den Wohnungsgenossenschaften „Stavog“ und „Blahobyt“ („Wohlstand“) beauftragt, einen Entwurf für Zinshäuser mit Kleinwohnungen an der Stelle eines ehemaligen Militärobjekts zwischen den Straßen Pod Kaštany, Tábor und Kounicova auszuarbeiten. Unter dem Einfluss der urbanistischen Tendenzen des Funktionalismus entschloss er sich, das andersartige Konzept einer Reihenverbauung anzuwenden, was eine ideale Ausrichtung der Häuser nach Osten und Westen, eine bessere Ausnutzung der Grundstückfläche sowie die Einbeziehung grüner Ruhezonen ermöglichte. Ein Nachteil dieser Konzeption ist allerdings der Verlust eines nutzbaren Straßenraumes, da die Häuser rechtwinklig zur Tábor-Straße angelegt sind. Von den sechs geplanten Objekten errichtete Kumpošt nur vier an den Rändern, auf den übrigen Parzellen in der Mitte entstanden Ende der 30er Jahre zwei Häuser nach einem Entwurf von Josef Polášek.
Kumpošts Häuser zeichnen sich durch eine progressive Gestaltung der Fassaden mit dem Motiv der Bandfenster und Loggien aus. Ähnlich wie Josef Polášek bei den Häusern der Vranovská-Straße beschäftigt sich der Architekt auch hier mit der Lösung der Frage von Kleinwohnungen. Beide Architekten benutzten denselben Typ einer Einzimmerwohnung mit Wohnküche, deren Baukosten dank der Benutzung einer funktional ausgearbeiteten Kücheneinrichtung auf einer Minimalfläche von 4,5 m2 äußerst gering waren (45 000 Kč).

Literatur

 

 

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