.

Brünner Architekturmanual

 

Gebäude

Zurück

Merhautova 931/13 (Černá Pole) Brno Sever

Öffentlicher Verkehr: Jugoslávská (TRAM 3, 9)

Jugoslávská (TRAM 9, 11)

Jugoslávská (TRAM 5)

GPS: 49°12'14.41"N, 16°37'17.962"E

 

Architekten

Audio-Aufnahme

MP3 herunterladen
Neueste Version des Flash Players herunterladen

Objekttyp

 

MIETSHAUS

 

Fotogalerie

Text

Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts weitete die gemeinnützige Baugenossenschaft „Freundschaft“ ihre Aktivitäten aus und wurde zum Investor und zugleich Bauherrn mehrerer Wohnblöcke mit kleinen Wohnungen. Nachdem sie in den Jahren 1931–32 den Bau eines Mietshauses nach einem Entwurf Ernst Wiesners in der Rybářská-Straße finanziert hatte, wandten sich ihre Repräsentanten an weitere jüdische Brünner Architekten – Heinrich Blum und Zikmund Kerekes – mit dem Auftrag, einen Wohnblock auf einer weitläufigen Parzelle in der Merhautova-Straße zu planen.
Nach ihrem Entwurf entstand ein ausgedehnter sechsstöckiger Wohnkomplex, bestehend aus drei Flügeln und einem großräumigen Innenhof, in den man von der Merhautova-Straße aus gelangt. Das gesamte Wohnareal zeichnet sich durch eine minimalistische Ästhetik aus, die für das Schaffen dieser Architekten typisch war; gleichzeitig bemühten sich diese um eine maximale Reduzierung der Baukosten. Die Straßenfassaden, die heute denkmalgeschützt sind, sind deshalb sehr einfach gestaltet: die Achsen typisierter Fenster wechseln sich mit den Linien kleiner Balkone ab. Die Horizontalität und Monumentalität des Gebäudes wird durch ein markantes Kranzgesims betont. An der Hofseite gelang es den Architekten hingegen, die Fassade aufzulockern, und zwar in erster Linie durch vorspringende Balkone, die sich rythmisch mit Fensterachsen und vertikalen Treppenhausfenstern abwechseln.
In jedem Stock der einzelnen Hauseinheiten befinden sich jeweils zwei Zweizimmerwohnungen mit einem Balkon zum Hof und eine kleinere Wohnung mit Wohnküche und einem Balkon zur Straße. Die leichte Neigung des Terrains ermöglichte es, an der Ostseite des Grundstücks Geschäftsräume im Souterrain zu bauen. Die Wohntrakte sind über den Hof zugänglich, was für Wiener Wohnkomplexe typisch war (sog. Wiener Hofhaus-Typus), ebenso wie die großräumigen öffentlich zugänglichen Innenhöfe mit parkartiger Gestaltung.

LV

 

Literatur

 

 

Rozšířené vyhledávání